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Schulentwicklung am Kurt-Tucholsky-Gymnasium seit
2000
Das Kurt-Tucholsky-Gymnasium hat mit dem Schulprogramm im
Jahre 2000 den ersten Schritt in die Zukunft getan. Die damals getroffenen
Grundentscheidungen haben Bestand. Sie wurden inzwischen weiter entwickelt,
ohne die Richtung korrigieren zu müssen.
Im Zentrum der Überlegungen steht nach wie vor die Entwicklung zu
einer Schule, in der die Schülerinnen und Schüler zielorientiert,
effektiv und gerne lernen und leben. Deshalb haben wir im Jahre 2002 den
Schritt in die Ganztagsschule gemacht, um unsere jahrelangen Bemühungen
um Fördermöglichkeiten optimieren zu können. Heute haben
wir ein entwickeltes System von Unterstützungsangeboten.
Parallel zu solchen Standortentscheidungen haben wir uns auf die Unterrichtsentwicklung
konzentriert:
- Zur Stärkung der Sprach- und Methodenkompetenz
wurden systematische Fördermaßnahmen sowohl für die
Sekundarstufe 1 als auch für die Oberstufe bereitgestellt. Zuletzt
haben wir ein neues System der Sprachlernförderung erarbeitet,
das für alle gilt, die den Anforderungen des richtigen Sprachgebrauchs
in Klausuren noch nicht gewachsen sind.
- Im Jahre 2002 hat die Schule ein systematisches Projektcurriculum
eingeführt. Von der 7. Klasse bis zu den Abiturientinnen und Abiturienten
wissen alle Schülerinnen und Schüler, in welcher Abfolge Reisen,
Berufsorientierungen, Projektwochen und Praktika jeweils vor den Mai-
und den Herbstferien zu erwarten sind. Darüber hinaus haben wir
Raum gegeben, um während des laufenden Unterrichts projektorientierte
Formen durchführen zu können.
- Ebenfalls in 2002 wurde ein Methodenhandbuch herausgegeben.
Hier können Schülerinnen und Schüler nachlesen, worin
die methodischen Mindestanforderungen an der Schule bestehen. Die Weiterentwicklung
dieser Broschüre ist seither ständige Aufgabe.
- Ein wichtiger Bestandteil unserer Entwicklung ist die
Erarbeitung einer systemischen und systematischen Berufsorientierung.
Dabei geht es uns nicht nur darum, wie erfolgreiche Bewerbungsschreiben
aussehen müssen. Berufsorientierung hat auch einen Bezug zu der
Schullaufbahn und dem Unterricht (s. dazu die Seite Berufsorientierung).
- Seit 2004 geht es um den Schwerpunkt der Förderung
der Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler.
Deshalb arbeiten wir daran, den Unterricht von seinem Ziel
her zu denken. Diese Umsteuerung erscheint klein, hat jedoch enorme
Auswirkungen auf das Lernen:
Schülerinnen und Schüler werden mit den Kompetenzen
konfrontiert, die sie am Ende einer Lerneinheit beherrschen müssen.
Schülerinnen und Schüler, die wissen, was von ihnen erwartet
wird, können auf dieser transparenten Grundlage Lernpläne
verfassen, deren Verwirklichung mit Hilfe von Portfolios laufend begleitet
und kontrolliert werden können. Im Laufe der Entwicklung dieses
Unterrichtsverfahrens werden auch die Lernkontrollen eine neue Gestalt
annehmen: Es ist denkbar, dass es nicht nur Klassenarbeiten, sondern
auch Prüfungen in Gestalt von Präsentationen oder Gruppengesprächen
geben wird. Auch der Tagesrhythmus wird sich ändern. Schon jetzt
haben wir das Doppelstundenprinzip. Es ist denkbar, dass das Lernen
möglicherweise in Zukunft in Epochen erfolgen wird, um adäquate
Zeiträume für die einzelnen Lerngegenstände bereitzustellen.
Im Kern geht es insgesamt darum , die Unterrichtszeiten mehr
als in der Vergangenheit zu Lernzeiten von produktiven Lerngemeinschaften
zu machen, in denen die Schülerinnen und Schüler Verantwortung
für ihren Lernprozess übernehmen.
Diese Entwicklung ist nur als Prozess denkbar. Die Entscheidungen zur
Einführung sind gefallen, erste Maßnahmen bereits in der
Praxis umgesetzt.
Der gegenwärtige Stand der Unterrichtsentwicklung:
- Einrichtung kompetenzorientierten Unterrichts in der
Sekundarstufe 1 seit 2005.
- Umsetzung kompetenzorientierten Unterrichts in 2
Projekten der Vorstufe (11. Jahrgang) ab
Schuljahr 2007/08. Nach Erprobung, Qualitätsprüfung und Nachsteuerung
ist die Ausweitung des Ansatzes auf alle weiteren Stufen vorgesehen.
- Erarbeitung eines Planes zur Einrichtung einer
Profiloberstufe.
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