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Schülerberatung am Kurt-Tucholsky-Gymnasium
Da junge Menschen sehr viel Zeit ihres Lebens in der Schule
verbringen, ist Schule als "Lebensraum" zu begreifen und zu gestalten.
Das trifft im besonderen Maße auf eine Ganztagsschule zu.
Schulsozialarbeit
Durch die Kooperation mit der besonderen Arbeit der Sozialpädagogik
erhält die Schule ein zusätzliches kritisch-konstruktives Moment. Die
Sozialpädagogik stellt die Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern in
den Mittelpunkt. Auf dieser Grundlage arbeitet sie für das übergreifende
Ziel, nämlich die Lebens- und Lernverhältnisse der Kinder und Jugendlichen
zu verbessern.
Die Schulsozialarbeit am Kurt-Tucholsky-Gymnasium besteht
im Wesentlichen aus zwei Bereichen:
- Die Sozialpädagogin und der Beratungslehrer bieten die
Möglichkeit der individuellen Beratung und der Krisenintervention an.
Sie sind Ansprechpartner für Schüler, Lehrer und Eltern, wenn pädagogischer
Beratungsbedarf besteht. Hierzu können sowohl Einzelgespräche als auch
Gruppengespräche angeboten werden. Bei persönlichen Krisen vermitteln
sie zwischen den Schülern, Lehrern und der Institution Schule. Sie bieten
die Möglichkeit, in vertraulicher und geschützter Atmosphäre die Problemsituation
zu klären. Zur Klärung der Problemlage können weitere Hilfseinrichtungen,
wie z.B. REBUS oder Beratungsstellen der Sucht- und Gewaltprävention
hinzugezogen werden.
- Im schulischen Alltag gestaltet und koordiniert die Sozialpädagogin
freizeitpädagogische Angebote zur Unterstützung der gegenwärtigen Lebens-
und Schulsituation. In entspannter Atmosphäre können die Schüler z.B.
Billard und Tischfußball spielen oder sich sportlichen Aktivitäten wie
Fußball, Basketball und Volleyball zuwenden. Diese Angebote sollen die
Schüler in ihrer körperlichen und emotionalen Entwicklung stärken und
sie in ihren individuellen und sozialen Kompetenzen ganzheitlich fördern.
Gewaltprävention
- Das Kurt-Tucholsky-Gymnasium führt in der 8. Klasse verpflichtend
eine Projektwoche zum Thema „Gewaltprävention – Soziales Lernen“ durch.
In der Projektwoche
wird das Thema „Mobbing“ ausführlich behandelt,
wird eine Definition von Gewalt zusammen erarbeitet,
setzten sich die Schülerinnen und Schüler ausführlich mit ihren
Gewalt/Aggressionspotential auseinander.
Für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I steht ein Briefkasten,
der so genannte „Mc Motz“ für ihre Probleme, Anregungen und Wünsche
bezüglicher der Klassengemeinschaft zur Verfügung.
- Des Weiteren wird am Kurt-Tucholsky-Gymnasium Streitmediation für
Schüler-Schüler-Konflikte angeboten:
Mediation soll eine Eskalation von Konflikten verhindern bzw. einen
gewaltfreien Umgang der Schüler miteinander fördern. So kann Verschiedenheit
als Lernchance für Sozialkompetenz und Toleranz begriffen werden. Die
Mediatorin hilft den Schülern, ihre Konflikte zu lösen und entstandene
Spannungen abzubauen. Diese Form der Krisenintervention dient auch der
Gewaltprävention. In Einzel- und Paargesprächen werden die Konflikte
offen ausgesprochen und ein für alle Beteiligte gangbarer Lösungsweg
entwickelt.
Karin Adamski – Dipl. Sozialpädagogin
Tanja Eichner - Gewaltpräventionsbeauftragte
Catharina Benzmann – Mediatorin
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