Kurt-Tucholsky-Gymnasium
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Vorwort

Das 1970 gegründete Kurt-Tucholsky-Gymnasium ist ein sechsstufiges und Aufbaugymnasium. Es bietet Jugendlichen aus dem gesamten Hamburger Westen die Chance, den gymnasialen Bildungsweg später als nach der vierten Klasse der Grundschule einzuschlagen.
Die erste Zugangsmöglichkeit bietet sich für solche Schülerinnen und Schüler, deren gymnasiale Eignung sich erst während der Beobachtungsstufe der Haupt- und Realschule herausstellt.
Die zweite Zugangsmöglichkeit betrifft diejenigen Interessierten, die nach einem erfolgreichen Realschulabschluss das Abitur anstreben.
Aus diesem späteren Zugang zum Gymnasium ergibt sich entwicklungs- und sozialpsychologisch für unsere Schülerschaft häufig ein für unsere Schulform typisches zurückhaltendes Selbstbewusstsein, das zwischen Erfolgszuversicht und Zweifel schwankt.
Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule gehen einen schwierigeren Weg als ihre Altersgenossen:
Bei der Umstellung von ihrer gewohnten Schul-Lebenswelt sind sie weitgehend auf sich gestellt. Anders als ihre Altersgenossen, die oft gruppen-, manchmal klassenweise ins Gymnasium überwechseln, kommen sie ohne Unterstützung von Gleichaltrigen an. Ohne ein klassisches Einzugsgebiet fehlt den nachmittäglichen peer-groups der Schulbezug. So zerfällt die Welt unserer Schülerschaft in eine schulische am Vormittag und eine private für den Rest des Tages.
Lange Schulwege erschweren schulisches Lernen.
Unsere Schülerinnen und Schüler stammen nicht aus Elternhäusern, in denen ein gymnasialer Weg früh vorbestimmt worden ist. Darüber hinaus jobben unsere Schüler - nicht selten, um ihren Beitrag zum eigenen Lebensunterhalt beizutragen.
Schulische Kommunikationsstrukturen wie an Schulen mit einem definierten Einzugsgebiet fehlen den Eltern untereinander ebenso wie den Schülern. Insofern fehlt eine schulische „Heimat“. Dennoch ist das Bedürfnis nach Nähe sowohl zu den Mitschülern als auch zu den Lehrern groß.
Die schulischen Lernvoraussetzungen unserer Schülerschaft, sind im besonderen Maße heterogen. Diese Voraussetzungen bestimmen das Arbeiten vor allem in den ersten unserer Sekundarstufen-Klassen, von denen die 7. und 8. am sechsstufigen Gymnasium gewissermaßen die interne Orientierungsstufe darstellen und insofern besondere Aufmerksamkeit brauchen. Die schulische Zusammenführung dieser Kinder bedarf erfahrungsgemäß mehr Unterstützung, als es im normalen schulischen Tagesgeschäft leistbar ist.
Unsere Schülerinnen und Schüler müssen ihre Arbeitsweise recht schnell auf gymnasiale Anforderungen umstellen und das Pensum naturgemäß in kürzerer Zeit als am neunstufigen Gymnasium bewältigen. Dabei fehlen häufig grundlegende Kenntnisse im Bereich der Fertigkeiten und Fähigkeiten, um sich angemessen mit den gymnasialen Inhalten und den entsprechenden Ansprüchen auseinandersetzen zu können.
Die Schülerschaft des Kurt-Tucholsky-Gymnasiums ist international. Oft wird zu Hause eine andere Sprache als Deutsch gesprochen. Das Schulleben zeigt ein multikulturelles Gesicht. Daraus ergeben sich vielfältige Chancen, aber auch die Notwendigkeit zum Einüben von tolerantem Verhalten und interkulturelle Kompensations- und Integrationsarbeit zu leisten.
Die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule sind mit einem weitverbreiteten Mangel in der Sprachkompetenz sowohl im mündlichen als auch schriftlichen Sprachgebrauch konfrontiert, der die Entwicklung fachlicher Begabungen erschwert. .

 
Inhalt:

Vorwort
pädagogische Leitidee
I. Der Weg in die Ganztagsschule
II. Ausbau der Methoden-Kompetenz
III. Ausbau der Sprach-Kompetenz
IV. Orientierung auf das Berufsleben
V. Die Weiterentwicklung der Sek 2

Stand: Feb. 2008

Schulprogramm als PDF-Datei zum Download (2,4 MB).

 

 
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