Kurt-Tucholsky-Gymnasium
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II. Ausbau der Methoden-Kompetenz

Der Ausbau der Methoden - Kompetenz schafft die Voraussetzungen für die Aneignung der durch die Schule angebotenen Lerninhalte und für die Arbeit mit ihnen.
Das Fehlen grundlegender Kenntnisse im methodischen Bereich macht bei den zu uns kommenden Schülern die Aufarbeitung des Unterrichtsstoffes besonders schwer. Es mangelt vor allem an Strukturen, anhand derer die Schüler ihr Denken entwickeln können und anhand derer sie ihre Selbständigkeit entwickeln können.
Es gilt für uns : Wer fördern will, muss vor allen Dingen methodisch qualitativ fördern.

1. Vereinbarung von unterrichtlichen Mindeststandards in allen Fächern
Katalog von unverzichtbaren Forderungen für die mündliche und schriftliche Arbeit im Unterricht als pädagogische Basis beim Ausbau der Methoden - Kompetenz.

2. Erstellung eines Methodenkompendiums

Das Methodenkompendium ist eine Sammlung von Definitionen und Anweisungen zu den hauptsächlich benötigten Methoden aller Schulfächer. Es ist gedacht als Grundlage für den Unterricht und als Nachschlagewerk für die Hand eines jeden Schülers der Sek 2.

3. Methodenwoche in der Vorstufe
Um die Schüler zur Selbständigkeit zu erziehen und wegen der besonderen Bedingungen der von unterschiedlichen Realschulen stammenden Schülerinnen und Schüler unseres Aufbauzweiges soll für eine systematische Steigerung der Methoden-Kompetenz neben der laufenden Arbeit auf der Grundlage der Mindeststandards eine kompakte Schulung dieser Fertigkeiten innerhalb einer „Methodenwoche“ stattfinden. Diese liegt jeweils Mitte 1. Halbjahr oder Mitte 2. Halbjahr.
Dabei durchlaufen alle Schülerinnen und Schüler Methoden - Module, deren Inhalt und Form von den Fachkonferenzen erarbeitet und von der Lehrerkonferenz beschlossen wurden.

4. Vertretungskoffer für den Unterricht in Sek I.
Künftig soll der Vertretungsunterricht den Methoden- und den Sprach-Kompetenz - Schwerpunkt des Kurt-Tucholsky-Gymnasiums bedienen.(siehe dazu auch unter III , 3). Deshalb wird ein Vertretungskoffer erarbeitet und mit entsprechenden Materialien versehen, dass die Schülerinnen und Schüler - unabhängig vom Fach der betreffenden Vertretungskraft - ihre methodischen Fertigkeiten mit Hilfe spielorientierter und die Selbsttätigkeit fördernder Lernarrangements ausbauen können.

5. Hausaufgabenhilfe für Schülerinnen und Schüler der Sek I.
Die im Vorwort genannten lebensweltlichen Bedingungen erschweren die Anfertigung von Hausaufgaben. Eine regelmäßige Hausaufgabenhilfe versucht hier zu kompensieren. Es nehmen teil Schüler der Sek 1, Klasse 7- 9. Die Hausaufgabenhilfe wird von Schülern der Oberstufe mit überdurchschnittlich guten Leistungen durchgeführt. Um eine entsprechende Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit zu gewährleisten, werden mit den die Hausaufgabenhilfe leitenden Schülern Honorar-Verträge vereinbart.

6.Integrationsprojekt Deutsch

Das Projekt bedient den Methoden- wie auch den Sprach-Schwerpunkt der Schule in nachmittäglichen 1-2stündigen Kursen für Schüler der Sek I (siehe dazu auch III,1). Es wird von Honorarkräften in enger Absprache mit den Fachlehrkräften durchgeführt. Geübt werden die gerade im Klassen-unterricht durchgenommenen Methoden des Deutsch-Unterrichts. Allerdings sollen am Nachmittag nur Inhalte behandelt werden, die den Vormittagsunterricht zwar ergänzen, dort aber nicht Gegenstand gewesen sind.
Damit soll erreicht werden, dass den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern aus der Bearbeitung von unterrichtsbegleitenden Texten (obligatorisch) ein doppelter Lernzuwachs entsteht, der einerseits mittel- und langfristig angelegt ist (Erwerb von Methodensicherheit) und andererseits kurzfristige Vorteile in der nächsten Unterrichtsstunde bringen kann, weil ein soeben erworbenes inhaltliches Zusatzwissen unmittelbar eingebracht werden kann. Wer also solcherart Stärkung in den Nachmittagskursen erwirbt, erfährt, was andere Jahrgangsgenossen in den familiären Hilfe-Strukturen oder in den funktionierenden peer-group-Beziehungen erleben.
Wir erwarten aus der Einsicht in diesen doppelten Nutznieß die Bereitschaft zu einer regelmäßigen Teilnahme.

 
Inhalt:

Vorwort
pädagogische Leitidee
I. Der Weg in die Ganztagsschule
II. Ausbau der Methoden-Kompetenz
III. Ausbau der Sprach-Kompetenz
IV. Orientierung auf das Berufsleben
V. Die Weiterentwicklung der Sek 2

Stand: Feb. 2008

Schulprogramm als PDF-Datei zum Download (2,4 MB).

 

 
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